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10. Tagung

Dekanatssynode in Gernsheim

Heidi Förster

Am Freitag, den 8. Februar 2019 trafen sich erstmals die Delegierten aus allen 35 Kirchengemeinden des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim mit den neu dazugekommenen 10 Kirchengemeinden im Ried zu ihrer 10. Tagung der Dekanatssynode in der Gernsheimer Stadthalle. Von den 85 gewählten Gemeindevertreter*innen wählten 67 anwesende Delegierte die Crumstädter Pfarrerin Julia Bokowski in den Dekanatssynodalvorstand.

Heidi Förster

Die 46-jährige Julia Bokowski  ist seit 2009 Pfarrerin in Crumstadt, vierfache Mutter und freut sich auf ihre neue Aufgabe, Kirche in der Region verantwortlich mit zu gestalten. Pröpstin Karin Held wünschte den Synodalen in ihrer Ansprache fruchtbare Beratungen und gute Entscheidungen.
Zum neuen Vertreter für die Landessynode wurde Sieghard Werle gewählt. Der 57-Jährige ist seit 2009 im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Leeheim. Zu seinem Stellvertreter wurde der 60-jährige engagierte Kirchenvorsteher Richard Hefermehl aus Stockstadt gewählt, der seit 1979 dem Kirchenvorstand angehört.
Zur neuen Kindergottesdienstbeauftragten wurde die Bischofsheimer Pfarrerin zur Probe Katharina Meckbach gewählt.

Ökumenisches Projekt

Für das diesjährige Ökumenische Projekt wird  nach Vorschlag von Pfarrerin Stefanie Bischof aus Nauheim aus den Kirchengemeinden das „Europäische Forum lesbischer, schwuler, bisexueller und transgender Gruppen in der Kirche (EF)“ unterstützt. Dieses europäische Forum ist ein ökumenischer Zusammenschluss und setzt sich für Frieden, Menschenrechte und die Würde von Lesben, Schwulen, bisexuellen und trans- und intersexuellen Menschen ein.  „Das Projekt unterstützt, dass Menschen aus Ländern, die nicht wohlsituiert sind, an diesen Treffen teilnehmen können“, erklärte Stefanie Bischof. Bei den Treffen gehe es um eine wertschätzende Diskussion und einen Austausch rund um menschliche Sexualität und Lebensweise. Bei der nächsten Tagung der Dekanatssynode am 23. Mai 2019 wird Kirchenpräsident Volker Jung zu Gast sein und zum Thema „Transsexualität in der Kirche“ referieren.
Im vergangenen Jahr kamen aus Beiträgen der Gemeinden für das Ökumenische Projekt „Mitleid Haus – Witwen und Waisen Projekt in Kenia“ insgesamt 6725,72 Euro zusammen.

Gemeindepädagogisches Konzept

Um die zukünftige Stellenstruktur der Gemeindepädagog*innen im Dekanat auf Basis der ermittelten Bedarfe neu zu ordnen und gegebenenfalls neue Stellen aus eigenfinanzierten Mitteln einzurichten, hat eine Arbeitsgruppe vorliegende Konzeptionen und Mitarbeiter-Fragebögen geprüft und eine Sozialraumanalyse durchgeführt. Mit dem vorläufigen Konzept wird die Arbeitsgruppe auf die Kirchengemeinden zugehen.

Pfarrstellenbemessung 

Das Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim zählt derzeit 35 Kirchengemeinden, 66.255 Gemeindeglieder und 40 Pfarrstellen. Das neue Kirchengesetz zur Pfarrstellenmessung sieht vor, dass die Zahl der Pfarrstellen zwischen 2020 und 2024 jährlich um etwa 1,4 Prozent gekürzt werden muss. Hintergrund dieses Gesetztes, so Pfarrer Wolfgang Prawitz, sei auch, dass ab 2024 100 bis 120 Pfarrer*innen pro Jahr in den Ruhestand gehen werden der Pfarrernachwuchs fehle.  Das Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim wird bis 2024 in zwei Stufen drei Pfarrstellen und eine 0,5 Pfarrstelle im regionalen Pfarrdienst  kürzen.  Um die pfarramtliche Versorgung zu gewährleisten, arbeiten bereits benachbarte Kirchengemeinden daran, Vorschläge für engere Kooperationen oder auch Zusammenschlüsse zu erarbeiten. „In Gesprächen mit der Kirchenverwaltung und mit den Kirchengemeinden wird hier gemeinsam an einer zufriedenstellenden Lösung gearbeitet“, so der DSV-Vorsitzende Holger Tampe.

Friedensprozess der EKHN und der EKD

Inspiriert von der Jahreslosung 2019  „Suche Frieden und jage ihm nach!“ aus dem Psalm 34, Vers 15 und ausgehend von der Arbeit der Ev. Kirche Baden (EKIBA) bereitet die Ev. Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) eine friedensethische Stellungnahme für die Kirchensynode im Mai 2019 vor. Im Ev. Dekanat plant Ökumene-Pfarrer Wolfgang Prawitz hierfür am 30. April eine Veranstaltung  „Sicherheit neu denken“ im Katharina-von-Bora-Haus. „Zur Vorbereitung komme ich gerne zu Ihnen in Ihren Kirchenvorstand oder zu Gruppen Ihrer Gemeinde, um über das Szenario zur Überwindung von Gewalt durch zivile Konfliktbearbeitung zu informieren“, so Wolfgang Prawitz.
 
zur pfarramtlichen Situation im Dekanat

Dekanin Birgit Schlegel berichete über Vakanzen im Dekanat. In Stockstadt sind nach dem Weggang von Pfarrerin zur Probe Katharina Eisenreich und Pfarrer zur Probe Alexander John 1,5 Pfarrstellen neu zu besetzen. Die Vakanzverwaltung hat Pfarrer Dr. Christian Ferber. In Dornheim wird zum 1. März 2019 eine Nachfolgerin für Pfarrerin Meike Melchinger gesucht.  Auch in Nauheim und Trebur  sind  jeweils eine halbe Pfarrstelle vakant.
Pfarrerin Maria Heiligenthal hat ihre Beauftragung  die 0,5 Stelle Gesellschaftliche Verantwortung mit dem Schwerpunkt „Arbeitswelt“ zum 31.12.2018 zurückgegeben.

Vorstellung der neuen hauptamtlichen Mitarbeitenden

Yvonne Schulze-Ardey stellte sich den Synodalen kurz vor. In Kooperation mit dem regionalen Diakonischen Werk führt sie das Projekt „Katharina macht…“ von ihrer Vorgängerin Stephanie Belling weiter. Das Projekt mit einem Begegnungscafé im Katharina von Bora Haus dient der Vermittlung und Anbindung für interkulturelle Hilfesuchenden und Beratung für Menschen mit Suchtproblemen. Auch die Mitarbeiter*innen aus dem ehemaligen Ev. Dekanat Ried, Gemeindepädagogin Regine Lehmann, Dekanatsjugendreferent Jörg Lingenberg und Klinikseelsorger Klaus Willi Schmidt stellten sich den Synodalen vor.      

Verabschiedungen im Gottesdienst 

Im Gottesdienst in der Ev. Kirche in Gernsheim wurden vor der Synode  Peter Wagner, der zu Jahresbeginn in die Stelle der Öffentlichkeitsarbeit im Ev. Dekanat Runkel gewechselt ist und die Gemeindepädagogin Stefanie Schäfer, die zum 15. Februar in das Ev. Dekanat Vorderer Odenwald wechseln wird, feierlich verabschiedet.

 

Heidi Förster
Öffentlichkeitsarbeit

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