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Auf dem Weg zu gewaltfreier Kommunikation

Gottesdienst in der Hüttenkirche

Heidi Förster

Wie funktioniert gewaltfreie Kommunikation? Im Gottesdienst am 15. Oktober 2019 in der Hüttenkirche machten Pfarrer Jochen Mühl und Gemeindepädagogin Kristin Flach-Köhler beispielhaft deutlich, wie in Familie oder Partnerschaft im Gespräch Frieden statt Streit mittels Kommunikation gepflegt werden können.

Dabei stellten sie eine Methode vor, nach der Marshall Rosenberg im Kosovo, im Nahen Osten und zwischen verfeindeten Streetgangs in den USA Menschen dazu gebracht hat, ihre Konflikte friedlich zu lösen. „In Marshall Rosenbergs gewaltfreier Kommunikation leitet er uns an, zu unterscheiden zwischen den eigentlichen, oft verborgenen Bedürfnissen und den Maßnahmen, die wir uns angeeignet haben, sie zu erfüllen. Zu Konflikten kommt es in der Regel, wenn es dann konkret darum geht, welche Maßnahmen wir anwenden, um unsere Bedürfnisse zu erfüllen“, so Kristin Flach-Köhler. Ein Ehepaar streitet, er möchte Entspannung und Sportschau, sie möchte gemeinsame Zeit und Spazieren gehen. Am Ende einigen sich beide darauf, zunächst für sich eigenen Bedürfnissen nachzugehen und danach gemeinsame Zeit zu verbringen. Eigentlich ganz einfach. Aber im Alltag funktioniert es nicht immer.  
Die Kunst, Maßnahmen zu entwickeln und zu finden, die die eigenen Bedürfnisse erfüllen ohne andere einzuschränken. Mit der Giraffe, die im Tierreich den Überblick hat, symbolisiert Rosenberg einen verständnisvollen Kommunikationsstil mit Herz. Der Wolf hingegen steht für Angst, versteckte Gefühle und Wut. Mit Handpuppen und Dialogen machten Kristin Flach-Köhler und Jochen Mühl eindrucksvoll deutlich, wie schnell Streit entstehen aber auch Lösungen gefunden werden können. 
Am keybourd begleitete Kirchenmusiker Stefan Küchler den Gottesdienst und erhielt viel Applaus für die wunderschöne Ballade: “See me beautiful“.                                   

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