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Infoabend zum Ausbildungskurs 2020 am 27. November 2019

Notfallseelsorge sucht Unterstützung

Dirk Ostermeier

WETTERAUKREIS: Für den Wetteraukreis werden ehrenamtliche Notfallseelsorger gesucht. Der neue Ausbildungskurs startet im Februar 2020. Pfarrerin Christine Zahradnik, Leiterin der Notfallseelsorge im Wetteraukreis und Main-Taunus-Kreis lädt vorab alle Interessierten zu einem Informationsabend am 27. November 2019 um 19 Uhr in das Haus der Kirche in der Händelstraße 52 nach Bad Soden ein.

Die Notfallseelsorger des Wetteraukreises sind jährlich bei etwa 120 bis 150 Einsätzen aktiv. Im Netzwerk aus Rettungsdiensten, Notärzten, Polizei und Feuerwehr ist die Notfallseelsorge inzwischen ein fester und verlässlicher Partner geworden. Häufig übernehmen die ehrenamtlichen Kräfte nach einem häuslichen Todesfall, beispielsweise nach erfolgloser Reanimation, die Betreuung der Hinterbliebenen. Sie unterstützen die Polizei, wenn – nach Unfällen oder Suiziden – Todesnachrichten an die Angehörigen überbracht werden müssen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Einsatzszenarien. Dieser Dienst steht rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, zur Verfügung.

Seit 1998 gibt es dieses Angebot im Wetteraukreis, es wird von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam getragen. Gemeindereferent Gregor Rettinghaus auf katholischer und Pfarrerin Christine Zahradnik auf evangelischer Seite leiten das Team und koordinieren die Einsätze. Aktuell stehen rund 17 Aktive in ihrer Freizeit für den regelmäßigen Bereitschaftsdienst zur Verfügung.  Pfarrer*innen sowie Ehrenamtliche aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen und auch Ruheständler sind vertreten.

Weitere Ehrenamtliche sind bei der Notfallseelsorge im Wetteraukreis sehr willkommen. Der Ausbildungskurs wird sich über mehrere Wochenenden von Februar bis Mai mit insgesamt rund 80 Stunden erstrecken. Er wird überwiegend in Bad Soden  bzw. im Main-Taunus-Kreis stattfinden. Bei großer Nachfrage kann auch ein Kurs in der Wetterau angeboten werden. Jeder, der sich zutraut, fremde Menschen in akuten Lebenskrisen zu unterstützen, der in ungewohnten Situationen rasch zurechtkommt und auch unter Stress flexibel agieren kann, darf sich angesprochen fühlen. Nicht zuletzt viel Einfühlungsvermögen in Menschen und Situationen sowie eine große Portion Lebenserfahrung helfen, Betroffenen im Schock beizustehen und einen Weg aufzuzeigen.

In der Ausbildung geht es unter anderem um die (eigenen) Erfahrungen mit Krisen und dem Tod, Umgang mit Schuld, das seelsorgerliche Gespräch und Umstände eines Suizids, aber auch rechtliche Aspekte und Kriterien des Selbstschutzes. In Rollenspielen werden mögliche Einsatzszenarien geübt. Vertieft wird das dort Gelernte durch Hospitanzen bei Rettungsdienst und Polizei.

Interessierte können sich zum Info-Abend anmelden bei Pfarrerin Christine Zahradnik, Notfallseelsorge im Wetteraukreis,  Mobil: 0179 2305984, zahradnik@notfallseelsorge-wettereau.de. Weitere Informationen zur Notfallseelsorge im Wetteraukreis finden Sie unter www.notfallseelsorge-wetterau.de

Foto: Dirk Ostermeier

Notfallseelsorger haben Zeit für Menschen im Ausnahmezustand

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