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Für Kinder und Familien

Osterkalender - Das sechste Türchen

pixabay

Liebe Kinder, liebe Eltern, es ist im Moment schon eine seltsame Zeit für uns alle: ihr Kinder habt schulfrei oder könnt nicht in den Kindergarten gehen. In den Sportverein könnt Ihr nicht gehen, Eure Musikgruppen fallen aus und mit Euren Freunden solltet ihr Euch auch nicht treffen. Deshalb möchten wir Euch einladen, von nun an bis Ostern jeden Tag in unserem Osterkalender vorbeizuschauen.

Hallo liebe Kinder und liebe Familien,

hier kommt das 6. Türchen für unseren Osterkalender. Vieles ist nun schwierig und gerade Oma und Opa besuchen ist in dieser Zeit nicht ganz so einfach. Aber, soll ich euch was verraten? Früher ging das auch nicht immer ganz so gut, gerade dann nicht, wenn Oma und Opa etwas weiter weg wohnten. Und früher, da gab es keine Nachrichten, die man mal so eben schnell über das Handy verschicken konnte. Früher war das alles bisschen anders.

Ich selbst habe meine Oma immer nur zu besonderen Anlässen gesehen, entweder, wenn sie mich oder ich sie besucht habe. Sie wohnte so weit weg, dass das nur ein paar Mal im Jahr so war. Immer, wenn ich sie gesehen habe, haben wir ganz viel miteinander gemacht und es ist schön, sich daran zu erinnern. So wie in dieser Geschichte.

Herzliche Grüße und viel Spaß damit

Anke

Der allerbeste Opa

Mein Opa ist der liebste und beste Opa der Welt. Immer, wenn ich bei ihm bin, laufen wir durch den Wald und über die Wiesen. Dann erzählt er mir Geschichten, sagt, wie die Bäume, Sträucher und Blumen heißen. Viele Vögel kenne ich schon an ihrem Singen. Die Schmetterlinge erkenne ich an ihren Farben, und einige Pilzarten kenne ich schon mit ihren richtigen Namen. Neulich zeigte er mir einen Ameisenhaufen und erklärte mir, wie bei denen alles so abläuft. Droht Gefahr, nehmen die Arbeiterinnen die Eier und bringen sie in Sicherheit. Oft spielen Opa und ich im Wald verstecken. Opa weiß nicht, wenn er sich hinter einem Baum versteckt, dass sein Bauch ein bisschen hervorguckt. So finde ich ihn immer sehr schnell. Doch damit er auch mal gewinnt, tue ich manchmal so, als würde ich ihn nicht sehen. Da freut er sich riesig darüber. Jeden Freitag geht mein Opa mit mir angeln. Er hat mir auch eine Angel gekauft, und die werfen wir dann auch in den See. Ich habe schon viel gefangen. Einmal hing an meiner Angel ein alter Schuh und ein anderes Mal ein roter Eimer mit einem Loch. Der war schwer rauszubekommen, da er sich im Schilf verfangen hatte. Ein Schuh und ein Eimer hat auch der kleine Wassermann aus meinem Kinderbuch gefunden. Das erzähle ich Opa, und er sagt: "Pass nur auf, dass du nicht einmal den kleinen Wassermann am Haken hast." "Wieso?" "Na, du weißt doch, dass der auch in einem See wohnt. Vielleicht wohnt er gerade in unserem See hier." "Das glaube ich nicht, denn der See, in dem der kleine Wassermann wohnt, hat einen Bach und an dem Bach steht ein Mühlrad. Siehst du hier irgendwo eines?" "Ja, der Mühlbauer hat eines in seinem Hof stehen", sagt Opa. Abends kuschle ich mich immer an Opa. Dann erzählt er mir ein Märchen. Und wenn ich müde bin, trägt er mich in mein Bett. Ja, mein Opa ist ganz lieb, und ich mag ihn sehr. Schade, dass ich nicht immer bei ihm sein kann, nur in den Ferien.

Vielleicht habt ihr ja Lust euren Großeltern mal zu erzählen, was ihr gerade so macht, wie es euch geht. Klar geht das auch am Telefon aber es gibt auch ganz viele andere Möglichkeiten. Zum Beispiel kann man eine Karte schreiben oder einen Brief und ein gemaltes Bild dazu legen. Und nicht nur den Großeltern kann man schreiben, man kann auch an einen Freund oder eine Freundin schreiben und an andere Menschen, die man im Moment nicht so gut sehen kann. Eine Karte oder einen Brief bekommt doch jeder gerne.

Bastelt doch eure Karte selbst, aus buntem Karton, mit vielen schönen Sachen drauf, z.B. Blumen oder einem tollen Bild von all den Dingen, die du gerade machst oder die du machen möchtest, wenn du denjenigen, für den die Karte ist, das nächste Mal siehst. Dann muss nur noch die Adresse drauf und eine Briefmarke und schon kann die Karte zur Post.

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