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Kirchentag an der Dill

Kirche anders erleben

Nach über 25 Jahren gibt es mit „Das Fest“ am 13. September 2026 erstmals wieder einen Kirchentag an der Dill. Es findet auf dem Gelände des Johanneum-Gymnasiums Herborn statt. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Das Gespräch mit Pfarrerin Anja Vollendorf führte Carsten Hänche.

Anja Vollendorf, stellvertretende Dekanin, meint: „Das Fest“ sollte sich niemand entgehen lassen: Am 12. und 13. September 2026 findet auf dem Gelände des Johanneum-Gymnasiums Herborn „Das Fest“ statt, der Kirchentag des Evangelischen Dekanats an der Dill. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Und bei Pfarrerin Anja Vollendorf laufen die Fäden zusammen.

Der letzte Dekanats-Kirchentag ist schon eine ganze Zeit her. Im September wird es wieder einen geben. Wie kam es dazu und warum ist das jetzt wichtig? 
Anja Vollendorf: Beim letzten Kirchentag waren die Dekanate Herborn und Dillenburg noch getrennt. Für das Dekanat an der Dill ist es also der erste Kirchentag überhaupt. Und wir haben mit dem Johanneum-Gymnasium in Herborn einen sehr guten Veranstaltungsort gefunden. Wichtig ist der Kirchentag an der Dill gerade jetzt, weil die kirchliche Arbeit im Moment stark geprägt ist von Strukturen, die sich durch die sinkenden Mitgliederzahlen verändern. Damit ist viel Gremienarbeit verbunden, manchmal auch Trauer, wenn sich Gemeinden von lieb Gewonnenem verabschieden müssen. Aber das ist ja nicht das, was Kirche eigentlich ausmacht. Deshalb wollen wir Kirche anders erlebbar machen: freundlich, wohlwollend, offen, hilfreich, mit Nächstenliebe und Vertrauen in die Zukunft!

Der eher ungewöhnliche Name lautet „Das Fest“. Was gibt es denn zu feiern? 
Anja Vollendorf: Genau das gibt es zu feiern: Wir sind als Kirche da! Wir wollen einander begegnen, ins Gespräch miteinander kommen und einander vergewissern. Und das mit einem richtigen guten Programm. Es gibt viel zu entdecken und Gemeinschaft zu erleben.

An wen richtet sich „Das Fest“? An die engagierten Evangelischen? Auch an die Kirchenmitglieder, die eher selten Kontakt zur Kirche haben? An alle Menschen unabhängig von Konfession und Religion? 
Anja Vollendorf: Wir wären froh, wenn wir nicht nur unsere Mitglieder erreichen und werden am Eingang sicher nicht fragen, ob und welcher Kirche jemand angehört. Es sollen sich gerade auch die trauen, die Schwelle zu unserem Kirchentag zu überschreiten, die nicht unsere Mitglieder sind. Dafür steht auch das Schulgelände als neuraler Veranstaltungsort. Es sind wirklich alle eingeladen, es ist ein für alle offenes Fest.

Das klingt nach einem breiten und vielfältigen Programm … 
Anja Vollendorf: Wir bieten wirklich ungeheuer viel. Für alle Generationen und Interessen ist was dabei. Junge Leute werden sich für das Konzert mit dem Singer und Songwriter Jonny vom Dahl am Samstagabend begeistern. Beim Open Air-Gottesdienst am Sonntag singt der Gospelchor des Dekanats. Es gibt eine Podiumsdiskussion mit unserer Kirchenpräsidentin Christiane Tietz und eine Bibelarbeit mit Annette Kurschus, der ehemaligen Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland. Mit der „Straße der Diakonie“ stellen sich unsere diakonischen Einrichtungen vor Ort vor. Wir bieten ein Kinder- und Jugendprogramm. Gespannt bin ich auf die „Tangomesse“ der Kantoreien Ewersbach, Dillenburg und Herborn. Und es kommen immer noch weitere Angebote hinzu. Gerade hat der Tansania-Arbeitskreis einen Trommel-Workshop angekündigt. Also, die Vielfalt ist wirklich schwer zu toppen.

Was ist Ihr persönliches Highlight? 
Anja Vollendorf: Die Podiumsdiskussion zur Zukunft der Kirche. Da ist die Kirchenpräsidentin dabei, Landrat Carsten Braun hat zugesagt und es werden Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Diese Mischung finde ich total spannend.

Wie groß ist die Anspannung ein gutes halbes Jahr vor dem Start? 
Anja Vollendorf: Die ist schon nicht von der Hand zu weisen. Im Moment beschäftigt uns gerade die Finanzierung. So ein Jugendkonzert oder auch die Tangomesse kosten. Das Dekanat bringt sehr viel auf, aber wir wollen auch Sponsoren finden, die bestimmte Angebote im Paket unterstützen. Und wir freuen uns über Spenden.

Mit wieviel Teilnehmenden rechnet das Dekanat? 
Anja Vollendorf: Da bewegen wir uns ein wenig im freien Raum, der letzte Dekanatskirchentag in unserer Region ist ja 25 Jahre her. Aber wir hoffen auf jeden Fall auf 1.000 bis 1.500 Menschen.

Kurz und knapp: Drei Gründe, warum sich niemand „Das Fest“ entgehen lassen sollte. 
Erstens: Anregung für Kopf, Herz und Seele bei Bibelarbeit, Gottesdienst, Diskussion. 
Zweitens: Musik. Weil Musik immer guttut, vor allem, wenn es Live-Musik ist. 
Und drittens: Menschen treffen! Peter Fox hat in seinem Lied „Haus am See“ gesungen: „Ich lad‘ die alten Vögel und Verwandten ein, und alle fang‘n vor Freude an zu wein’n.“ Genauso wünsche ich mir das auch für unser Fest!

„Das Fest“ startet am Samstag, 12. September mit dem Konzert von Johonny vom Dahl. Weiter geht es am Sonntag, 13. September mit Open-Air-Gottesdienst, Podium und Bibelarbeit sowie weiteren Programmpunkten. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.


» Aktuelle Informationen
auf der Website  https://www.dill-kirchentag.de/  

 

 

 

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