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„Kraftvolles Zeichen“

EKHN-Synode spricht sich für Kirchentag in Frankfurt aus

Die EKHN will den Deutschen Evangelischen Kirchentag Anfang der 2030er Jahre nach Frankfurt holen. Trotz Sparbeschlüssen setzt die Synode auf die starke gesellschaftliche Wirkung des Großereignisses und sieht darin Rückenwind für den Transformationsprozess ekhn2030.

Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat auf ihrer Herbstsynode mit großer Mehrheit beschlossen, den Deutschen Evangelischen Kirchentag Anfang der 2030er Jahre nach Frankfurt am Main einzuladen. „Ein Kirchentag ist ein kraftvolles Zeichen lebendigen Glaubens, wertschätzender Pluralität und christlicher Verantwortungsübernahme – mitten in der Gesellschaft, mit großer Ausstrahlung und als Begegnungsort für viele Menschen“, sagt Hessen-Nassaus Kirchenpräsidentin Christiane Tietz. Die Großveranstaltung in Frankfurt könne zeigen, „wie Christinnen und Christen, aber auch viele andere Engagierte sich als wichtige gesellschaftliche und demokratische Player einbringen“.

Dieser Beschluss erfolgte nach intensiven Beratungen und einer leidenschaftlichen Diskussion der Synodalen angesichts der Sparbeschlüsse auf der Synode. Die EKHN plant zur Finanzierung des hessen-nassauischen Anteils für den Kirchentag eine zweckgebundene Rücklage in Höhe von zehn Millionen Euro zu bilden. Der Kirchentag ist auf die Mitfinanzierung durch die Stadt Frankfurt am Main und das Bundesland Hessen angewiesen, dazu laufen aktuell Gespräche.

Kirchentag als kraftvolles Zeichen

Kirchentage gelten als große öffentliche Diskussionsforen mit gesellschaftlicher, kultureller und geistlicher Strahlkraft. Sie bringen zehntausende Menschen zusammen, fördern den Austausch zwischen Religion und Gesellschaft und machen Glauben im öffentlichen Raum sichtbar.

Stärkung im Transformationsprozess ekhn2030

Nach Ansicht von Tietz kann ein Kirchentag Anfang der 2030er Jahre für die EKHN eine Stärkung im laufenden Transformationsprozess ekhn2030 sein. „Ein Kirchentag in Frankfurt kann ein Kirchentag aller Nachbarschaften, Regionen und Einrichtungen der EKHN werden, die mitgestalten möchten“, betont Tietz. „Er wird für uns ein Energie-Booster sein. Wir können sichtbar Kirche sein – Salz und Licht der Welt - und werden diese Erfahrung in unsere Gemeinden mitnehmen.“

Frankfurt als erfahrener Gastgeber des Kirchentags

Frankfurt am Main ist mit seiner prägenden Kirchentagsgeschichte und seiner hervorragenden Infrastruktur ein besonders geeigneter Veranstaltungsort. Bereits fünfmal war die Stadt Gastgeberin eines Kirchentags, zuletzt beim Ökumenischen Kirchentag 2021. Damals konnte das Großereignis pandemiebedingt nur in stark reduzierter Form stattfinden – ein Grund, warum die Idee einer erneuten Einladung nun neue Dynamik gewinnt. Das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags wird voraussichtlich im kommenden Jahr über eine Annahme der Einladung entscheiden.

 

 

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