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IAB-Studie

Jobintegration von Geflüchteten kommt gut voran

rosa mielsch auf Pixabay

Die Jobintegration von Geflüchteten gelingt besser und schneller als von Fachleuten erwartet. Die Hälfte der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge haben fünf Jahre nach ihrer Ankunft einen Job, so die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Im Jahr 2015 wurden in Deutschland die höchsten Zuzüge von Geflüchteten seit den Flucht- und Vertreibungsbewegungen am Ende des zweiten Weltkriegs erreicht. Insgesamt ist die Zahl der Geflüchteten von Jahresanfang 2013 bis Jahresende 2018 um 1,2 Millionen Personen gestiegen. Die große Mehrheit dieser Menschen hat einen anerkannten Schutzstatus.

Schnellere Integration in den Arbeitsmarkt

 „Die Integration erfolgt etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre“, schreiben die Autoren Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß. Demnach waren 49 Prozent der Personen, die 2013 ins Land kamen, bereits erwerbstätig. OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig sagte, das seien „überraschend gute Daten“.

Höhere Teilnahme an Sprach- und Integrionsprogrammen

Auch die Teilnahme an Sprach- und anderen Integrationsprogrammen sowie der Besuch von Bildungseinrichtungen habe deutlich zugenommen haben. Auf Basis der dritten Welle der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten wurden für den IAB-Kurzbericht Integrationsverläufe der Schutzsuchenden untersucht, die von Jahresanfang 2013 bis Ende 2016 zugezogen sind.

Auszug aus den Ergebnissen

  • Rund die Hälfte der Geflüchteten, die seit 2013 nach Deutschland gekommen sind, geht fünf Jahre nach dem Zuzug einer Erwerbstätigkeit nach.
  • Die Arbeitsmarktintegration erfolgt damit etwas schneller als bei Geflüchteten früherer Jahre. Mehr als die Hälfte der erwerbstätigen Geflüchteten arbeitet als Fachkraft oder in Tätigkeiten mit höherem Anforderungsniveau, 44 Prozent sind als Helfer tätig.
  • Etwa 23 Prozent der erwachsenen Geflüchteten haben seit ihrem Zuzug eine allgemeinbildende Schule, eine berufliche Bildungseinrichtung, eine Hochschule oder eine Universität besucht.
  • 60 Prozent der Geflüchteten gingen im zweiten Halbjahr 2018 einer Erwerbstätigkeit nach, besuchten eine Bildungseinrichtung oder nahmen an Integrationsmaßnahmen oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil.
  • Der Großteil der verbleibenden 40 Prozent war aktiv auf Stellensuche, in Elternzeit oder Mutterschutz.

Studie:

Fünf Jahre seit der Fluchtmigration 2015: Integration in Arbeitsmarkt und Bildungssystem macht weitere Fortschritte von Herbert Brücker, Yuliya Kosyakova und Eric Schuß

Zum Download

 

 

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