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Brot für die Welt "2021+"

Klimakrise ist auch Gerechtigkeitskrise

Karin Schermbrucker/Brot für die Welt

Dagmar Pruin, die Präsidentin von Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe, hat die Klimakrise als „größte Herausforderung unserer Tage“ bezeichnet. Als Reaktion darauf hätten die evangelischen Hilfsorganisationen die Strategie „2021+“ entwickelt, erklärte sie heute bei ihrem Gastvortrag auf der digitalen Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Karin Schermbrucker/Brot für die WeltKuda Gudyanga (46) und seine Frau NoMatter (39) in Nyanyadzi, Chimanimani an der Ostgrenze Simbabwes. Die Region hat eine schwere Dürre erlebt und ist vom Klimawandel stark betroffen.

Menschenrechte verteidigen, international vereinbarte Klimaziele einhalten und die Vorgaben der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung umsetzen – daran arbeitet nach Worten von Pruin auch Brot für die Welt gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen. Der Fokus der Aktion „2021+“ liege dabei auf der Klimakrise, die sich laut Pruin immer mehr zu einer „Gerechtigkeitskrise“ entwickelt. Pruin: „Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind in besonderem Maße die Menschen im Globalen Süden – jene also, die schon heute stark unter dem Klimawandel leiden.“

Klimagerechtigkeit gemeinsam erkämpfen

Eine hohe Verantwortung sieht Pruin daher vor allem bei den Ländern des globalen Nordens. Insgesamt könne Klimagerechtigkeit nur „gemeinsam und solidarisch erkämpft werden“. Die Präsidentin würdigte, dass die EKHN Nachhaltigkeit und Klimaschutz als Prinzipien ihres kirchlichen Handelns definiert hat und bereits seit 2012 ihr Klimaschutzkonzept schrittweise umsetzt.

Spendenaktion: „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“

Pruin wies auch auf die bundesweite 63. Spendenaktion von Brot für die Welt hin, die am kommenden Sonntag um 10 Uhr mit einem ARD-Fernsehgottesdienst offiziell startet. Auch die neue Spendenaktion stehe angesichts der globalen Herausforderungen  unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Mit den Zuwendungen wolle Brot für die Welt beispielsweise gemeinsam mit den Menschen vor Ort im globalen Süden Konzepte entwickeln, um ihre Lebens- und Arbeitsweisen an den Klimawandel anzupassen, so Pruin. Zudem unterstütze Brot für die Welt auch Kirchengemeinden dabei, klimasensibel zu handeln und initiiere Bildungsprozesse für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft. Als zentralen Bestandteil von Spendensammlungen zur Finanzierung solcher Projekte bezeichnete Pruin die Kollekten aus Gottesdiensten. Sie gab bekannt, dass bis Ende September diesen Jahres bereits 1,3 Millionen Euro an Kollektengeldern innerhalb der EKHN für Brot für die Welt gesammelt wurden. Wegen ausfallender Gottesdienste und der veränderten wirtschaftlichen Lage aufgrund der Corona-Pandemie, zeigte sich Pruin jedoch besorgt um das künftige Spendenaufkommen.

Brot für die Welt ist ein weltweit tätiges Entwicklungswerk der evangelischen Kirchen in Deutschland und in mehr als 90 Ländern rund um den Globus aktiv. Gemeinsam mit lokalen Partnern hilft Brot für die Welt armen und ausgegrenzten Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Mehr zur Strategie 2021+ unter: https://www.brot-fuer-die-welt.de/ueber-uns/strategie-2021/

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