Dekanat Gießen
Pfarrerin Carolin Kalbhenn zur Dekanin gewählt
Hartmann
Zu den ersten Gratulanten nach der Wahl von Carolin Kalbhenn zur Dekanin gehörten v.l. Andreas Specht (stellv. Dekan), Pröpstin Dr. Anke Spory und Gerhard Schulze-Velmede UDekanatsvorsitzender)
17.01.2026
mhart
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Carolin Kalbhenn (51) ist seit 2004 Pfarrerin in der Michaelsgemeinde in Gießen-Wieseck, die seit knapp sechs Jahren zusammen mit der Paulus- sowie der Thomasgemeinde die Gesamtkirchengemeinde Gießen Nord bildet. Sie ist mit dem Stadtkirchenpfarrer Dr. Gabriel Brand verheiratet. Gemeinsam haben sie drei Kinder. Kalbhenn stammt aus dem Vogelsberg und hat nach dem Abitur in Alsfeld in Heidelberg, Jerusalem und Berlin Ev. Theologie und Judaistik studiert.
„Verantwortung übernehmen und Kirche gestalten“
Nach mehr als 20 Jahren intensiver Gemeindearbeit im Gießener Norden will Carolin Kalbhenn nun als Dekanin „Verantwortung übernehmen und Kirche gestalten“. Ihr ist es wichtig, dass Kirche auch in Zeiten von knapperen Ressourcen und geringeren Mitgliederzahlen, ihren Blick bewusst nach außen richtet und sich nicht hinter Kirchenmauern verkriecht. „Es ist die Aufgabe der Kirche in der Gesellschaft präsent, engagiert und ansprechbar auf die Themen zu sein, für die Christinnen und Christen stehen: Menschenwürde Respekt, Hinwendung zu den Schwachen“, so Kalbhenn.
Aus ihrer Arbeit in der Gemeinde bringt Kalbhenn positive Erfahrungen der Kooperation ins Gemeinwesen hinein mit, etwa aus dem Prozess der Konzeption und des Aufbaus des Evangelischen Kinder- und Familienzentrums Am Kaiserberg in Wieseck in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Gießen. Auch der Dialog der Religionen liegt Kalbhenn am Herzen.
"Umstrukturierung der Kirche ist Herausforderung und Chance"
Innerhalb der Kirche sieht Kalbhenn die vielfältigen Umstrukturierungsprozesse als Herausforderung und als Chance. „Bei aller Mühe, die diese Veränderungen machen, bei allem Schmerz über Abschiede von Vertrautem, mancher neue Impuls, manche neue Arbeitsform, manches neue Format kirchlicher Arbeit, das aus diesen Veränderungen hervorgegangen ist, würden wir nicht mehr missen wollen.“ Für Kalbhenn gehört zu diesen neuen Impulsen unter anderem die gestärkte Teamarbeit, die „Entdeckung“ anderer Orte für Gottesdienste oder die Profilierung von Arbeitsbereichen, etwa durch die Errichtung einer eigenen „Pfarrstelle für Kasualkultur“. Wie engagiert, mutig und konstruktiv sich Gemeinden, Haupt- und Ehrenamtliche des Dekanats den vielen Veränderungen in der Kirche stellen, erfüllt Kalbhenn mit Respekt und lässt sie zuversichtlich nach vorn schauen. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Leitungsteam des Dekanats in Zukunft Verantwortung für die Entwicklung der kirchlichen Landschaft im Dekanat Gießen zu tragen.“
Amtsübernahme am 1. Mai 2026
Carolin Kalbhenn wird das Amt zum 1. Mai 2026 übernehmen. Die Dekanin vertritt das Dekanat in der Öffentlichkeit und ist zuständig für die Personalförderung, die Personalführung der kirchlichen MitarbeiterInnen sowie für die Personal- und Pfarrstellenplanung und die Pfarrstellenbesetzungen in den Gemeinden und Einrichtungen. Die Dekanin trägt - zusammen mit dem Dekanatssynodalvorstand (DSV) und der Dekanatssynode -Verantwortung für die kirchlichen Dienste, Gottesdienst, Seelsorge, Bildung, Ökumene, Gesellschaftliche Verantwortung oder Öffentlichkeitsarbeit in und um Gießen.
