Kinderbetreuung
Richtfest an der neuen Evangelischen Kita „Regenbogen“ in Hähnlein
© Sebastian Philipp
09.02.2026
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Von Sebastian Philipp
Bis die neue Evangelische Kindertagesstätte „Regenbogen“ Hähnlein in Betrieb gehen kann, wird zwar noch etwas Zeit vergehen. Aber einen wichtigen Schritt konnte die Gemeinde Alsbach-Hähnlein jetzt feiern. Die Hähnleinerin oder der Hähnleiner würde vermutlich mundartgerecht-hessisch sagen: „Es Dach is druff…“. Also genau der richtige Zeitpunkt, um ein Richtfest zu feiern, bei dem Zimmermann Philipp Stauer von dem beauftragten Generalunternehmer „Kastor Holzbauwerke GmbH“ mit seinem Richtspruch dem Haus alles Gute für die bevorstehenden Jahre wünschte.
Solch einer positiven Zukunft will auch die Gemeinde entgegenblicken. Entsprechend zeigten sich die Beteiligten froh, dass sie diesen Meilenstein mit einigen Gästen feiern durften – unter anderem dem Ersten Kreisbeigeordneten Lutz Köhler, Mitgliedern des Gemeindevorstands und der Gemeindevertretung, aber auch Vertreterinnen der evangelischen Kirche, etwa Silke Bienhaus als stellvetretender Dekanin, der Hähnleiner Pfarrerin Julia Fricke sowie Kita-Leiterin Stephanie Stahl-Rechel. Nicht zu vergessen, dass letztgenannte zahlreiche Kinder „im Schlepptau“ hatte, die sich sichtlich auf die neue Kita freuten.
„Bei dieser Baustelle geht es mir nicht anders als vielen privaten Bauherren. Jeder Baufortschritt ist eine gute Nachricht und immer wieder nutzt man die Gelegenheit, sich vor Ort ein aktuelles Bild zu machen“, betonte Bürgermeister Sebastian Bubenzer und ergänzte: „Die in den vergangenen Jahren zahlreichen Fortschritte der Kinderbetreuung in Alsbach-Hähnlein streben mit dem Neubau des ‚Regenbogens‘ ganz sicher einem echten Höhepunkt zu.“
Der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler unterstrich mit Blick auf die in der kommenden Woche bevorstehende Einweihung der neuen Mensa an der Hähnleiner Grundschule, dass Landkreis und Kommune der Wunsch verbinde, gemeinsam in die Zukunft (der Kinder) zu investieren – jeder in seinem Bereich.
Dass im Anschluss der Neubau durch die stellvertretende Dekanin Silke Bienhaus und Pfarrerin Julia Fricke auch die Segenswünsche der Kirche empfangen durfte, war eine ebenso schöne Nachricht wie die Anwesenheit von Altbürgermeister Fritz Ost, der wenige Tage zuvor seinen 98. Geburtstag feiern konnte.
Ein kompakter Blick zurück
Eines ist sicher: Über den Neubau der Evangelischen Kita „Regenbogen“ wurde definitiv deutlich länger diskutiert als daran gebaut wird. So gehen erste Überlegungen bereits auf das Jahr 2016 zurück und konzentrierten sich anfangs auf das Gelände der Hähnleiner Grundschule, später dann auf ein Gelände am Ritterbruch.
2022 wurde schließlich entschieden, den jetzigen Standort weiter zu nutzen, ergänzt um eine kleine Erweiterungsfläche, die aus dem Baugebiet "Nördlich der Spießgasse“ herausgelöst wurde. Dazu musste jedoch zunächst der Bebauungsplan wieder geändert werden, da der Kita-Standort zwischenzeitlich komplett für die Wohnbebauung im Neubaugebiet eingeplant war.
Als die Standortfrage dann nicht mehr zur Debatte stand, konzentrierte sich die Politik auf die nächste Entscheidung: Da eine Sanierung der 1978 in Betrieb gegangenen Kita unwirtschaftlich gewesen wäre, wurde der Beschluss gefasst, für eine Gesamtinvestitionssumme von 4,5 Millionen Euro (inkl. Außenanlage) das Potenzial eines modernen Neubaus zu nutzen. Insofern ist es heute nicht weniger als die größte Einzelinvestition Alsbach-Hähnleins in den letzten 15 Jahren.
Während Neuaufnahmen in die Kita Regenbogen vorbereitend zur Bauphase bewusst ausgesetzt wurden, konnte die Gemeinde für die übrigen Kinder eine Interimslösung im Gemeinschaftshaus in der Sandwiese schaffen. Eine Lösung, die sich für diesen begrenzten Zeitraum zwischen Abriss des Alt- und Übergabe des Neubaus aus ihrer Sicht bereits bewährt hat.
Der jetzt entstehende Neubau in Holzrahmenbauweise werde nicht nur schick. Er verfolge auch neue Standards, die moderne Einrichtungen wesentlich besser spiegeln können als ein fast 50 Jahre alter Baukörper, wie er hier bis Mitte des vergangenen Jahres stand. Nach Aussage der Gemeinde nicht überraschend: Immerhin sei in den letzten Jahren die Zahl der Ganztagsbetreuungen signifikant gestiegen und auch die pädagogischen Konzepte von heute sind nur noch begrenzt mit dem zu vergleichen, was 1978 als wünschenswert galt.
Neben drei großzügigen Gruppenräumen für die über dreijährigen Kita-Kinder, die etwa eineinhalb Mal so groß sind wie bisher, kann die Gemeinde dank des neuen Raumkonzepts künftig auch zwölf Krippen-Plätze für Kinder ab einem Jahr anbieten statt bisher 10 Plätzen ab zwei Jahren. Intensivräume, die den Kindern die Möglichkeiten bieten, zur Ruhe zu kommen, sind ebenfalls Teil des Konzepts.
Während der Bereich für die Kinder sich auf das Erdgeschoss konzentriert, entstehen im Obergeschoss attraktive Räume für das Personal. Das sich auch darüber freuen dürfte, dass auf der Rückseite der Kita neue Parkmöglichkeiten geschaffen wurden und die Gemeinde den Kindern am Ende dennoch ein größeres Außengelände bieten kann als bisher.
„Die gesamte Planung ist darauf ausgelegt, dass wir uns für die Zukunft ein Maximum an Flexibilität bewahren. Das bedeutet zum Beispiel: Heute für die über Dreijährigen geplante Gruppenräume könnten künftig an gleicher Stelle auch für Krippenkinder vorgehalten werden“, erklärt Bubenzer.
Auch auf dem Außengelände ging es in den letzten Tagen bereits voran. So wurde gerade in dieser Woche die neue Hainbuchen-Hecke im nördlichen Bereich gepflanzt. Die übrige Gestaltung des Außenbereichs soll dann Fahrt aufnehmen, wenn der Rest der Baustelle sich ausschließlich auf den Innenausbau konzentriert.




