Ein Abend voller Begegnung, Gespräche und Inspiration
„Soul Sisters“: Ort und Zeit für die Vielfalt der Weiblichkeit
privat
26.03.2025
kf
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Ihre Idee war so inspirierend, dass schnell ein Team aus engagierten Frauen zusammenkam, um dieses Konzept in die Tat umzusetzen. Der passende Ort war schnell gefunden: das evangelische Gemeinde- und Familienzentrum in der Sprendlinger Hegelstraße.
Und dann war es soweit: Über 30 Frauen zwischen 13 und 83 Jahren folgten der Einladung zu den „Soul Sisters“. "Schon beim Betreten des Raumes lag eine besondere Atmosphäre in der Luft – eine Mischung aus Vorfreude, Neugier und Herzlichkeit", freute sich die Dreieicher Pfarrerin Ingeborg Verwiebe als eine der sechs Hauptorganisatorinnen. In gemütlicher Runde kamen die Teilnehmerinnen bei Waffeln, Tee, kühlen Getränken und einem wärmenden Chili sin Carne miteinander ins Gespräch. Die Bistro-Tische luden zum Verweilen ein, während die Feuerschale auf der Terrasse für eine heimelige Stimmung sorgte.
Ein besonderer Magnet war das Wellness-Angebot: Hier konnten sich die Besucherinnen die Nägel lackieren lassen – eine kleine, aber wohltuende Geste der Selbstpflege. Unterstützt wurden die Organisatorinnen von engagierten Konfirmandinnen aus verschiedenen Gemeinden, die mit Begeisterung Waffeln buken und halfen, wo sie gebraucht wurden.
Auch die Kreativität kam nicht zu kurz: Aquarellmalerei und das Verzieren von Kerzen boten Gelegenheit, sich künstlerisch auszudrücken und Neues auszuprobieren. „Es war so schön, einfach mal in Ruhe zu malen, ohne Druck und ohne Ablenkung“, erzählte eine Teilnehmerin begeistert.
Einer der Höhepunkte des Abends war die Gesprächsrunde zum Thema „Maybe Baby“: Braucht es ein Kind, um glücklich zu sein? Wie beeinflussen gesellschaftliche Erwartungen und individuelle Erfahrungen unsere Entscheidungen? Hier kamen Frauen unterschiedlicher Generationen ins Gespräch – von Kriegskindern über die Baby Boomer bis hin zu Frauen in ihren 30ern und 20ern. „Es war faszinierend zu hören, wie sich die Perspektiven unterscheiden und doch an manchen Punkten wieder begegnen“, so eine Teilnehmerin.
Musikalisch begleitet wurde der Abend von Kirchenmusikerin Elke Meyer. Eine feierliche Andacht bildete den Auftakt, während ein gemeinsamer Segen den Abend abrundete. Moderne geistliche Lieder, feministisch-theologisch interpretierte Bibeltexte und eine herzliche Atmosphäre schufen einen spirituellen Rahmen, der vielen in Erinnerung blieb.
Und was haben die Teilnehmerinnen aus dem Abend mitgenommen? „Die Gespräche, die Begegnungen, die inspirierenden Anregungen“, erzählte eine Frau. Eine andere meinte: „Die Soul Sisters aus der Bibel in der Andacht waren beeindruckend.“ Und natürlich gab es auch Anregungen fürs nächste Mal: „Etwas Lautes und Bewegtes, das uns in Schwung bringt“ – eine Idee, die auf die Liste für das kommende Jahr wandert.
Doch wer steckte eigentlich hinter diesem Abend? Die „Soul Sisters“ wurden von einem engagierten Team geplant: Neben Ingebor Verwiebe die Gemeindepädagoginnen Mareike Breyer aus Neu-Isenburg und Diana Schäfer, die erst kürzlich aus Dreieich in die Wetterau gewechselt ist, die Gemeindesekretärin und pädagogische Kraft Kathrin Wittke aus Dietzenbach, Kantorin Elke Meyer aus Neu-Isenburg und Henny Schneider, Jahrespraktikantin bei der evangelischen Dekanatsjugend, haben dieses besondere Treffen ins Leben gerufen. Und - da waren sich die Organisatorinnen einig: Es wird sicher nicht das letzte gewesen sein.