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Steine der Freude

Pfarrerin Gabriele Dix, Klinikseelsorgerin in Friedberg

Der Andachtsraum des Bürgerhospitals Friedberg wurde umfunktioniert. Dort können Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten nun Steine bemalen, allein, wegen Corona. Steine der Freude, einfach so.  Ich, die Klinikseelsorgerin, sammle diese ein, um sie z.B. alten oder kranken Menschen vor die Haustür zu legen. Oder auch in den Wald. Wer sie findet, darf sich freuen. Einmal werde ich gerade beim Wegfahren „erwischt“ und erhalte eine liebevolle Dankesmail. Innehalten im Andachtsraum, noch einen Text lesen, pausieren vom hektischen Arbeits- oder Krankenalltag. Sich auf Gott besinnen. Ich werde angesprochen von einigen Frauen. Sie mögen die Idee und zaubern wunderschöne „Geschenke“. Da schaut mich z.B. eine schwarze Katze vom grauen Stein an, darunter steht geschrieben: „Viel Gesundheit“. Glückswürmer gabs schon und Schutzengel oder ganz einfach bunte Kunstwerke, Steine der Freude. Am Altar vor dem Kreuz ist Platz für Steine des Leids, hier kann das Schwere, das Belastende abgelegt werden. Freud und Leid liegen dicht beieinander. Und sie gehören beide zu unserem Leben. Dank  sei der Wetterauer Gruppe, die die Steine-Idee hatte. Meine herzliche Bitte: schenken auch Sie Freude. Sie brauchen dazu nur einen Stein und Stifte.

Pfarrerin Gabriele Dix, Klinikseelsorgerin in Friedberg

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