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Volker Jung zur Fußball-EM

Evangelischer Sportbeauftragter zur Euro 2021: Hoffnung auf neue Freude am Fußball und Sport

EKHN/RahnDas Team des Stadiongottsdienstes 2018So sah das noch 2018 beim Stadiongottesdeinst zur Fußball-WM aus. 2. v.r. : Kirchenpräsident Volker Jung

Volker Jung ist hessen-nassauischer Kirchenpräsident und Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland. Er erhofft sich von der am 11. Juni beginnenden EURO 2021 auch Impulse für den Breitensport. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen nach der Corona-Pandemie.

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung, der auch Sportbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, hat eine Rückkehr zu Fußballspielen mit Zuschauerinnen und Zuschauern unter entsprechenden Hygieneauflagen begrüßt. „Fußball ohne Fans geht auf Dauer nicht. Die Menschen suchen die besondere Atmosphäre eines Stadions und die Gemeinschaft“, erklärte er am Donnerstag angesichts der am 11. Juni beginnenden Europameisterschaft in einem Interview auf der Internetseite der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau www.EKHN.de.

Fußball bei der EURO 2021 wieder miterleben

Gleichzeitig bleibe es in der Corona-Pandemie ein Spagat zwischen „der Freude daran, ein Spiel hautnah mitzuerleben, und der Furcht, womöglich in ein Superspreader-Event hineinzugeraten“. Er hoffe zudem, dass die Euro 2021 dazu beitrage, besonders bei Kindern und Jugendlichen die Freude am Fußball und am Sport überhaupt zu fördern. Dies sei gerade nach der für viele bewegungsarmen Pandemiezeit sehr wichtig.

Problematische Entwicklungen im Profifußball

 Jung äußerte auch Befürchtungen im Blick auf problematische wirtschaftliche Entwicklungen im Profifußball. Seiner Ansicht nach ist durch die Corona-Krise durchaus eine „neue Demut“ in den Spitzenvereinen erkennbar. Es sei „absolut wünschenswert, dass daraus auch nachhaltige Einsichten würden, um den Stellwert des Fußballs als Breitensport nicht zu gefährden“. Dies sei für etliche Traditionsvereine sogar unabdingbar, weil sie hochverschuldet am Rand ihrer Existenz stünden. „Ich fürchte aber: Über kurz oder lang wird das wieder ausgehebelt werden, weil mancher Fußballverein durch Gelder von Investoren unverantwortlich hohe Beträge zahlen kann, die wiederum zu einer Verzerrung des Wettbewerbs führen“, so Jung. 

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